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By Michael Glüer

Beziehungsqualität und Kooperation in Kindergarten und Schule stellen eine wesentliche Komponente für einen erfolgreichen Bildungsverlauf dar. Michael Glüer untersucht empirisch den geschlechtsspezifischen Einfluss der Beziehungsqualität zu sekundären Bezugspersonen auf die kindliche Kooperations- und Bildungsbereitschaft. Der Autor bietet einen Einblick in den aktuellen Forschungsstand zur Erfassung und Entwicklung von Bindungs- und Beziehungsqualität, Kooperations- und Bildungsbereitschaft zu ErzieherInnen und LehrerInnen in Kindergarten und Schule in Abhängigkeit vom kindlichen Geschlecht.

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A. auf eine Studie von Howes und Shivers (2006), in der die Bindungssicherheit des Kindes zur Erzieherin aufgrund der abweichenden ethnischen Zugehörigkeit des Kindes zur Erzieherin vorausgesagt werden konnte. Howes und Spieker (2008) interpretierten dieses Ergebnis dahin gehend, dass die Wahrnehmung des Kindes durch die Erzieherin die Bindungsqualität beeinflussen kann. Daher sollte sich auch die Bindungsorganisation der Erzieherinnen auch auf die Bindungssicherheit des Kindes auswirken. Constantino und Olesh (1999) untersuchten die Auswirkungen der Bindungsrepräsentation von Erzieherinnen mithilfe des AAI auf ihr Interaktionsverhalten.

Die Balance zwischen der sicheren Basisorientierung und dem Ausmaß der kindlichen Exploration gründet im AQS die Sicherheit bzw. Unsicherheit der Bindung gegenüber der Bezugsperson. Damit grenzt sich das Verfahren deutlich von dem FST ab, der durch Stressinduktion das Bindungsverhalten in einer künstlichen Trennungs- und Wiedervereinigungssituation aktiviert. Die Erfassung erfolgt über eine 90-minütige bis 12012-minütige Beobachtung des Kindes im Beisein der Bezugsperson (Waters, 1995). Das Verfahren wird im Forschungskontext von trainierten Beobachtern durchgeführt, kann aber auch von Bezugspersonen selbst durchgeführt werden.

Die Kinder beginnen damit zu einer ausgewählten Person Bindungsverhaltensweisen aufzuzeigen und neigen zur Vorsicht gegenüber unbekannten Personen. Die Bindungsperson wird dabei vermehrt als sichere Basis genutzt, von der aus das Kind die Umgebung exploriert. Im Alter von acht Monaten ist davon auszugehen, dass sich eine Bindung des Kindes zur Bezugsperson entwickelt hat, die sich durch Bindungsverhalten und Bindungssignale gegenüber der Bezugsperson zeigt. Verschiedene Entwicklungsschritte ebnen dem Kind dabei die Fähigkeit eine Bindung zur Bezugsperson einzugehen.

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