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By Karin Böllert, Silke Karsunky

Genderkompetenz ist auch in der Sozialen Arbeit ein zentrales Professionalitätsmerkmal, used to be vor allem im Kontext der Institutionalisierung der Gender Mainstreaming-Strategie offensichtlich geworden ist. Genderkompetenz sensibilisiert für Geschlechterverhältnisse und ihre Wirkungen im Alltag. Gerade in der Sozialen Arbeit wird dadurch erkennbar, wie geschlechterstrukturelle Bedingungen Lebenschancen und -entwürfe bestimmen. Der Erwerb von Genderkompetenz findet auf der wissenschaftlichen, der individuellen und biographischen Ebene sowie auf der Handlungsebene statt. Ziel der Vermittlung von Genderkompetenz in der Sozialen Arbeit ist dabei die Qualifizierung für den professionellen geschlechtsbewussten Umgang mit Adressaten, Adressatinnen und Institutionen. In dem Band werden einerseits die Grundlagen der Thematik vermittelt und andererseits praxisbezogene Detailaspekte analysiert.

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Das neue Menschenbild

Mit seiner Neudefinition des Bewusstseins als psychisches raumzeitliches Kontinuum eröffnet Heinrich Schwarz eine ganz neue Sicht auf Mensch und Gott. Soziale Grundforderungen in großen Weltkulturen gewinnen so gesehen für uns heute wieder an Bedeutung. Gleichsam von selbst ergibt sich das neue Menschenbild.

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6. Soziale Arbeit im Nationalsozialismus als weibliche Berufs- und Karrieremöglichkeit 1933 wird die „Deutsche Akademie für soziale und pädagogische Frauenarbeit“ durch ihren Vorstand geschlossen, um die Übernahme durch die Nationalsozialisten zu verhindern. Alle Unterlagen wurden vernichtet, so dass das forscherische Lebenswerk Alice Salomons nahezu zerstört wurde (vgl. Witt o. ). Aus der Fürsorge wurde die Volkswohlfahrt, und die Ausrichtung der so modifizierten Sozialen Arbeit veränderte sich im Nationalsozialismus schnell und grundlegend.

Richtete die Akademie eine Forschungsabteilung ein, um die besonderen Erfahrungen und Einsichten der Frau in Familie, Beruf und öffentlichem Leben auszuwerten (vgl. Witt o. ). Die hohe Arbeitslosigkeit und Armut förderten nach dem Krieg das Interesse auch von Männern an sozialen Berufen: Ökonomische Unsicherheiten sowie das Scheitern an einer bürgerlichen Berufskarriere und auch die Erfahrungen in der Jugendbewegung ließen das Interesse von Männern an sozialen Berufen steigen. Parallel wuchs gesellschaftlich die Bedeutung sozialpädagogischer Tätigkeiten.

Dafür existierten häufig klare Vorstellungen von emanzipierter Weiblichkeit und Männlichkeit. Heute besteht Genderkompetenz darin, ohne klare Leitbilder für Weiblichkeit und Männlichkeit auszukommen und offen zu bleiben für die Entwicklungen von Mädchen und Jungen. 4. Beispiele aus der Praxis In den folgenden Beispielen werden kurze Schlaglichter auf Projekte geworfen, die neue Wege in der Geschlechterpädagogik erprobt haben und dabei konstruktiv an den Traditionen von Mädchen- und Jungenarbeit anknüpften, um diese in neuen Konzeptionen weiter zu entwickeln.

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