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By Sonja Kubisch

Die Konstruktion sozialer Differenzen, beispielsweise solcher aufgrund des Geschlechts, der Herkunft oder des Alters, begleitet das alltägliche Handeln in Organisationen. Welche handlungsleitenden Orientierungen prägen diese Konstruktion, d. h. welche habituellen Muster der Konstruktion sozialer Differenz lassen sich erkennen? In welcher Weise unterscheiden sich Organisationen in ihrem Umgang mit sozialer Differenz voneinander? Und zu welchen Ergebnissen kommt guy, wenn guy im Sinne einer intersektionalen Perspektive verschiedene Kategorien sozialer Differenz gleichzeitig in den Blick nimmt? Die Studie geht diesen Fragen am Beispiel von Organisationen der freien Wohlfahrtspflege nach. Anhand von Gruppendiskussionen, die auf der Grundlage der dokumentarischen Methode ausgewertet werden, rekonstruiert die Autorin verschiedene Habitusformen und organisationskulturelle Muster der Konstruktion sozialer Differenz. Damit wird die empirische Grundlage geschaffen, auf der Ansätze zur Förderung eines achtsamen Umgangs mit sozialer Differenz bzw. eines „Managing variety“ entwickelt werden können, die der freien Wohlfahrtspflege angemessen sind.

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Anthias 2001, 368) „Other characteristics like age, disability, and sexual orientation have also become contentious issues in the United States and very salient aspects of many individuals’ lives. Nevertheless, because the purpose of this book is to contribute to the 44 McCall (2005) unterscheidet in ihrem methodologisch orientierten Aufsatz zur intersektionalen Analyse drei verschiedene Ansätze, die sich aus ihrem Verhältnis zu den Kategorien und der damit verbundenen Komplexität bestimmen: Anti-kategoriale Ansätze dekonstruieren Kategorien wie Geschlecht, ‚Rasse’/Ethnizität und Klasse; intra-kategoriale Zugangsweisen konzentrieren sich beispielsweise auf Narrationen einzelner Personen, in denen die jeweiligen Kategorien in nur jeweils einer Dimension abgebildet werden; inter-kategoriale Zugangsweisen vergleichen systematisch verschiedene Gruppen und verschiedene Kategorien, sie sind methodologisch überwiegend quantitativ ausgerichtet.

Diese Auffassung wird auch von vielen anderen Wissenschaftler/inne/n geteilt. So stellt beispielsweise Hall fest, ‚Rasse’ sei „nicht eine biologische oder genetische Kategorie mit irgendeiner wissenschaftlichen Validität“ (1999, 422). Schließlich gebe es ebenso viele Unterschiede innerhalb einer als ‚Rasse’ bezeichneten Gruppe wie zwischen dieser und einer anderen (vgl. Hall 1999). Miles spricht mit Bezug auf Fanon (1981) von „Rassenkonstruktion“ („racialisation“), wenn soziale Beziehungen dadurch strukturiert werden, dass biologische Merkmale die Bedeutung bekommen, unterschiedliche soziale Gruppen zu konstruieren (1989, 356).

Frauen im Bereich der Informatik hätten demgegenüber ein 33 Das Forschungsprojekt ist in der Schweiz angesiedelt. Die Untersuchung basiert auf teilnehmenden Beobachtungen in drei Großbetrieben und 44 berufsbiographischen Interviews. 34 Die Ergebnisse können hier nicht ausführlich wiedergegeben werden. Zu erwähnen ist, dass Heintz et al. auch eine Reihe struktureller Faktoren herausarbeiten, die einen Einfluss auf die Geschlechtersegregation haben (vgl. ). 1 Konstruktionen sozialer Differenz 42 komplexes Wechselspiel zwischen „doing“ und „undoing gender“ zu leisten.

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