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By Wolfgang Schroeder, Bernhard Weßels

Dieses Handbuch, das für die Neuauflage vollständig überarbeitet wurde, stellt Geschichte, Funktionen, Strukturen und Perspektiven der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände der Bundesrepublik Deutschland in den Mittelpunkt. Hierbei werden die Reaktionen dieser Verbände auf die veränderten Umweltbedingungen aufgezeigt sowie der Frage nachgegangen, inwieweit zu konstatierende Veränderungsprozesse bei den Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden zu einer weitgehenden Transformation des deutschen Modells insgesamt beitragen.

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Das neue Menschenbild

Mit seiner Neudefinition des Bewusstseins als psychisches raumzeitliches Kontinuum eröffnet Heinrich Schwarz eine ganz neue Sicht auf Mensch und Gott. Soziale Grundforderungen in großen Weltkulturen gewinnen so gesehen für uns heute wieder an Bedeutung. Gleichsam von selbst ergibt sich das neue Menschenbild.

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Während sich in den 1970er Jahren zunächst eine Mitgliederstagnation auf hohem Niveau einstellte, begann der Organisationsgrad Ende der 1970er Jahre sukzessive zu sinken. Hinter dem Wandel der Arbeitgeberverbände stehen säkulare Veränderungen, die eher den Rahmen bilden und weniger den konkreten Zeitpunkt der strukturellen Verschiebungen erklären können. Dazu zählen neben der Globalisierung und den damit einhergehenden Strukturveränderungen in und zwischen den Unternehmen vor allem die Individualisierung und der Generationenwandel.

Dieser Personalabbau dürfte auch als eine Reaktion auf Kritik aus der Mitgliedschaft an einem „aufgeblähten“ Apparat zu deuten sein: Das Leitbild des „schlanken Unternehmens“ hinterließ auch im Verband seine Spuren. Das hatte und hat zur Folge, dass der BDI im Zuge des Outsourcings unter anderem die technischen Dienste einem externen „Facility-Management“ übertragen hat (BDI 2005: 67). In diesem Zusammenhang gewann auch die Rolle des organisatorisch selbständigen „Instituts der Deutschen Wirtschaft“ als publizistisch-wissenschaftlicher Dienstleister für den BDI (Mann 1994: 153í154) an Bedeutung.

Eine der Herausforderungen bestand darin, dass der Aufbau in Ostdeutschland ohne den Rückgriff auf DDR-Altverbände erfolgen musste, da die ostdeutschen Firmengründer weder auf eigenen verbandlichen Erfahrungen aufbauen konnten noch über hinreichende Kenntnisse der betriebswirtschaftlichen Praxis unter marktwirtschaftlichen Be- 34 Teil I: Geschichte und Funktionen der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände dingungen verfügten. Sie waren weder Unternehmer noch Verbandsfunktionäre, sondern Vertreter des zerfallenden Staatsapparates und der Kombinatsspitzen.

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